Asien: Amüsantes und Interessantes

Written by Seelmann Consultants on August 20th, 2018. Posted in News, Newsletterarchiv

Amüsantes und Interessantes

Amüsantes und Interessantes

Im interkulturellen Miteinander entstehen oft lustige oder unfreiwillig komische Situationen. Schmunzeln oder lachen Sie also bei der nachfolgenden Lektüre.

Die kulturelle Brille filtert unsere Wahrnehmung und Interpretation
Wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen begegnen, so interpretieren sie Ereignisse immer auch durch den Blick ihrer jeweiligen kulturellen Brille. Die Deutungen oder die Logik, die dabei zutage tritt, geben uns deshalb immer auch Hinweise auf das zugrundeliegende Wertesystem.

Ist die Haarfarbe wichtig?

Eine chinesische Praktikantin versucht sich im Gespräch mit einer deutschen Mitarbeiterin an den Namen einer gemeinsamen Kollegin zu erinnern. Die deutsche junge Frau fragt: „Welche Haarfarbe hatte sie denn?“ Da ist nun die Chinesin sehr verdutzt, da sie nie auf die Haarfarbe ihrer Gegenüber achtet. „Bei uns in China haben alle dunkle Haare“. Sie musste also nie auf die Haarfarbe ihrer Mitmenschen achten und das hat dann entsprechende Konsequenzen für ihre soziale Wahrnehmung.

Etikettewissen – Manchmal auch Grund für Verwirrung

Chinesische Mitarbeiter, die mit westlichen Partnern zu tun haben, absolvierten alle einen Etikettekurs. Sie lernten mit Messer und Gabel zu essen und auch, wie das Besteck zu platzieren sei. So würde die Position „10 nach 4“ signalisieren, dass man mit dem Essen fertig sei und – nach chinesischer Logik – gehen könnte.
Ein deutscher Mitarbeiter, der anscheinend nicht so bewandert in deutscher Etikette war,  legte sein Besteck nach dem Essen über Kreuz auf seinen Teller. Die Chinesen deuteten dies als „ich bin noch nicht fertig, mache nur eine Pause“. Und warteten. Und warteten. Der deutsche Mitarbeiter wiederum hatte gehört, dass man in China recht schnell nach Beendigung der Mahlzeit das Restaurant verlassen würde und wunderte sich, dass die Chinesen nun doch sitzen blieben.
Bitte bedenken Sie immer: Angehöriger einer bestimmten Kultur zu sein, heißt nicht selbstverständlich, dass man auch deren Etikette oder Höflichkeitsregeln kennt. Ich selbst habe schon deutsche Führungskräfte erlebt, die Spaghetti mit dem Messer schnitten…

Tattoos – nicht immer Ausdruck von Individualität

Wenn Sie in südostasiatische Länder wie Thailand, Vietnam oder Indonesien reisen, werden Sie sehen, dass viele Menschen Tattoos haben. Man ist von der schützenden oder glücksfördernden Wirkung der Tätowierungen überzeugt. Anders ist das in Japan oder in China.
In Japan stehen bestimmte Tattoos als Erkennungszeichen für die Zugehörigkeit zu einem der 22 Yakuza-Clans (japanische Mafia). Die Yakuza Mitglieder dürfen allerdings ihre Tätowierungen nicht öffentlich präsentieren.
In China werden Tattoos traditionell nicht hoch geschätzt. Dort gelten sie als Hinweis auf einen niedrigen Bildungsstand oder auf ehemalige Häftlinge. Ein deutscher Techniker trug beim Einkauf in einem Supermarkt ein kurzärmeliges T-Shirt, das seinen Körperschmuck zeigte. Als er in einer Schlange zum Bezahlen anstand, merkte er, dass viele Chinesen die Kasse wechselten, da sie wohl um ihre Sicherheit fürchteten.
In den Großstädten an der Ostküste in China sieht man mittlerweile immer mehr Tattoostudios. Gleichzeitig muss man als tätowierter Mensch Nachteile zum Beispiel in einem Vorstellungsgespräch fürchten.
Zudem verbot die chinesische Regierung in diesem Jahr, dass Musiker oder auch Fußballspieler öffentlich Tattoos zeigen. Der Körperschmuck gilt als unsittlich und als Verstoß gegen chinesische Werte.

Möchten Sie Ihre Lachmuskeln weiter trainieren? Hier finden Sie mehr Beispiele.

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