Warum chinesische SchülerInnen nichts zu lachen haben

Written by Seelmann Consultants on Oktober 8th, 2021. Posted in News, Newsletterarchiv

children-602967_1280Die deutschen SchülerInnen genießen es in ihren langen Sommerschulferien auszuschlafen. Sie können sich mit Freunden treffen, oft gibt es eine Urlaubsreise mit oder auch ohne die Familie. Das sieht bei chinesischen SchülerInnen ganz anders aus. Für sie heißt es -wie im Fußball- nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr. Und lesen Sie in diesem Beitrag auch, welch unfreiwillig komische Situationen das interkulturelle Miteinander oft produziert.

Chinesische SchülerInnen in den Ferien – haben oft nichts zu lachen

Wenn Sie Eltern von schulpflichtigen Kindern und selbst berufstätig sind, dann wissen Sie, dass die Organisation von sechs Wochen Ferien viel Kreativität verlangt. Unseren Kindern ist schnell „laaaangweilig“. Über Langeweile können chinesische SchülerInnen nicht klagen. Von den acht Wochen Sommerferien verbringen sie oft fünf Wochen damit, weiter zu lernen.

Chinesische SchülerInnen: Straffer Tagesplan

Von  9.00 – 17.00 Uhr haben die Kinder Nachhilfeunterricht. Da die Lehrer dies verlangen, nimmt die gesamte Klasse teil.  Hier wird schon einmal der Stoff des nächsten halben Jahres durchgearbeitet. Anschließend müssen die Kinder noch Hausaufgaben erledigen. Sie schreiben z.B. in Englisch das neue Lehrbuch ab oder verfassen 40 Aufsätze in Chinesisch. Damit haben sie eine sieben-Tage-Woche, die bis 10.00 Uhr abends dauert. Das ist immerhin ein Unterschied zur Schulzeit. Da endet der Lerntag für viele erst um Mitternacht.

Chinesische SchülerInnen: Extra-Kosten für die Eltern

Diese Lernzeit in den (offiziellen) Ferien kostet die Eltern bis zu 8000,- Yuan oder ca. 1.100,- Euro. Für viele sind das eineinhalb Monatsgehälter. Der Druck, dies zu finanzieren, ist groß und kommt vonseiten der Lehrer. Sie wollen im neuen Schuljahr nicht durch SchülerInnen mit Wissensrückstände aufgehalten werden.
Mein Tipp

Mein (nicht ganz ernst gemeinter) Tipp für LeserInnen mit Kindern, die vielleicht während der Pubertät den Sinn schulischer Ausbildung nicht ganz erkennen: Schicken Sie Ihre Sprösslinge doch einmal für ein Monat nach China in die Schule. Sie werden dankbar und geläutert zurückkehren.

Damit Sie ein wenig zu lachen haben…

…hier ein paar Verweise auf bereits veröffentlichte Beiträge:

Beginnen wir mit ein paar Rätseln, in denen Sie Ihr Wissen über Asien testen können.

Wissen Sie, was eine Banane oder ein Ei in China sind? Und kennen Sie die wahre Geschichte zu Adam und Eva? Hier finden Sie die Antwort.

Warum es chinesische Männer (auch) nicht leicht haben, habe ich  hier enthüllt.

Dass der Chef immer recht hat und  man deshalb sogar Ohrstöpsel als Bonbons lutscht, erfahren Sie in diesem Beitrag. Und auch, dass es ein Kompliment ist, wenn man Sie als „alten Mann“ bezeichnet.

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