Gesundheitsvorsorge Asien – daran sollten Sie denken!

Written by Seelmann Consultants on März 5th, 2014. Posted in News, Newsletterarchiv

Gesundheitsvorsorge AsienOb man zum ersten Mal nach Asien reist, als Auslandsentsandter eines Unternehmens längere Zeit dort leben wird oder ob man vielleicht als erfahrener Asientraveller einmal gesundheitliche Probleme hatte: Die Frage nach der geeigneten Gesundheitsvorsorge ist ein wichtiges Thema. Wie soll man vorbeugen? Welche Medikamente sollte man mitnehmen? Hier finden Sie meine Tipps und Empfehlungen auch zu diesem Thema.

Gesundheitsvorsorge Asien: Wohin werden Sie reisen?

Je nachdem, wohin Sie in Asien reisen werden, sollten Sie einige Überlegungen zur Gesundheitsvorsorge anstellen. Natürlich ist es ein Unterschied, ob Sie nun geschäftlich oder im Rahmen eines Abenteuertrips unterwegs sind.

Wenn Sie sich auf einer Geschäftsreise befinden, werden Sie  große Städte besuchen und in Hotels mit europäischem Standard wohnen. Das ist etwas völlig anderes, als wenn Sie sich im Urwald von Borneo bewegen.

Gesundheitsvorsorge Asien: Müssen Sie Ihre Basisimpfungen auffrischen?

Grundsätzlich gilt: Prüfen Sie, ob Sie Ihre Basisimpfungen (Wundstarrkrampf, Kinderlähmung etc.) auffrischen müssen. Wenn Sie nach Indien reisen, sollten Sie zusätzlich eine Vorsorge gegen Hepatitis A und B. vornehmen.

Ansonsten kommt es mehr auf Ihre  persönliche Entscheidung an. Ich halte Impfungen gegen Typhus, Cholera oder eine Malariaprophylaxe in den meisten asiatischen Ländern für überflüssig. Europäer haben meist ein gutes Immunsystem. In diesen Fragen jedoch muss jeder für sich entscheiden. In den Unternehmen bietet man auch häufig medizinische Beratung und Unterstützung in diesen Fragen an.

Gesundheitsvorsorge Asien: Die Reiseapotheke

Lassen Sie sich von einem Apotheker eine kleine Notfallapotheke für den Ernstfall zusammenstellen. Dahinein gehören so banale Dinge wie (Kopf-)Schmerztabletten, Mittel gegen Durchfall, Pflaster oder Desinfektionssprays. Und wenn es Sie beruhigt, denken Sie auch an ein Breitbandantibiotikum.

Gesundheitsvorsorge Asien: Die banalste Gefahr

Es gibt eine sehr banale Gefahr, an die meist nicht gedacht wird und das sind die Klimaanlagen! In vielen asiatischen Ländern kühlt man die Räume auf Temperaturen um die 20 Grad und darunter. Und wenn Sie verschwitzt von Außentemperaturen um die 30 Grad in ein solches Umfeld kommen, droht Erkältungsgefahr! Deshalb gilt: Denken Sie an diese Bedingungen bei der Wahl Ihrer Kleidung. Ich empfehle weiblichen Reisenden immer, eine wärmende Stola oder ein Jackett einzupacken und natürlich (im geschäftlichen Umfeld) Strümpfe zu tragen. Nehmen Sie auch Medikamente gegen Hals- oder Kopfschmerzen mit. Hilfreiche Mittel gibt es oft auch vor Ort, wie zum Beispiel das Tiger Balm Oil oder Ginsengprodukte.

Hilfe im Notfall

Sollten Sie tatsächlich einmal ärztliche Hilfe benötigen, dann können Sie sich in vielen Ländern darauf verlassen, dass Sie fachkundig versorgt werden. In extremen Notfällen erreichen Sie in den südostasiatischen Ländern schnell die renommierten Kliniken in Singapur. Ausreichende medizinische Hilfe zu bekommen, ist jedoch in vielen Ländern Asiens eine Frage des Geldes. Oft müssen Sie im Krankenhaus vor der Behandlung bezahlen. Die Höhe der Beträge wird für Sie kein Problem sein – allerdings ist es das für viele asiatische Menschen, die sich deshalb kein Krankenhaus leisten können.

Grundsätzlich möchte ich Ihnen empfehlen, auch an die Hilfe durch asiatische Heilmethoden zu denken. Fragen Sie Ihre asiatischen Kollegen, welche Ärzte sie Ihnen empfehlen können. Oft zeigen Behandlungsmethoden aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), Akkupunktur oder entsprechende Medikamente sehr gute Erfolge. Dies gilt vor allem, wenn es sich um Erkrankungen wie Schnupfen, Erkältungen (Klimaanlagen!), Magenverstimmungen handelt. Einige meiner Kunden berichten von Linderung oder sogar Heilung bei Neurodermitis durch Medikamente aus der TCM.

Gesundheitsvorsorge Asien: Was kann ich bedenkenlos essen oder trinken?

Die Regel: „Cook it, boil it, peel it or forget it“ (koch es, brat‘ es, schäl‘ es oder vergiss es) hilft, sich vor der unliebsamen Diarrhoe zu schützen. Trinken Sie kein Wasser aus der Wasserleitung des Hotels, sondern Mineralwasser. Trinken Sie jedoch insgesamt viel. Dies ist nicht nur aufgrund der zuweilen hohen Temperaturen erforderlich, sondern unterstützt  Ihre Abwehrkräfte. Zudem fördert es Ihre Konzentrationsfähigkeit bei Verhandlungen. (Grüner) Tee ist eine ausgezeichnete Alternative zu Wasser.

Ungewohnte Speisen bzw. die darin enthaltenen Gewürze verursachen bei manchen Menschen Durchfall, weshalb viele Westler dann die scharfen Gerichte meiden und auf die europäische Kost der großen Hotels ausweichen. Bitte denken Sie daran,  dass gerade Gewürze wie Chili, Knoblauch, Ingwer und weitere Aromen oft die besten Bakterienkiller, Lieferanten von Vitamin C und damit der beste Schutz sind! Der Verzehr westlicher Speisen (Wiener Schnitzel in den Restaurants internationaler Hotels) birgt oft weitaus größere Gefahren, wenn das Fleisch zum Beispiel unsachgemäß gelagert wurde.

…Denken Sie an die Psychologie

Auch in Bezug auf die gesundheitliche Vorsorge und das individuelle Befinden gilt: Gewonnen und verloren wird zwischen den Ohren! Wenn Sie Angst vor Ansteckungen und Krankheiten haben, macht Sie das anfälliger und labiler als wenn Sie zuversichtlich in Bezug auf Ihre körperlichen Abwehrkräfte sind. Aber noch einmal: Sie kennen sich und Ihren Körper am besten, entscheiden Sie für sich!

In Indien traf ich einmal eine deutsche Vertriebsmitarbeiterin, die mir stolz erzählte, wie umfassend sie sich mit Hilfe von Impfungen und Medikamenten schützt. Sicherheitshalber vermied sie es auch, den Geschäftspartnern die Hand zu schütteln. Ihr Koffer enthielt zahlreiche Flaschen mit Coca Cola, weil sie auch hier absolut sicher gehen wollte. Trotzdem sah sie nicht gerade glücklich aus und jammerte über ihren gesundheitlichen Zustand. „Aber was haben Sie denn, Sie können doch gar nicht erkranken!“, sagte ich zu ihr. „Ja“, entgegnete sie kleinlaut. „Aber jetzt habe ich Verstopfung.“

 

 

 

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