Visitenkarten in Asien

Written by Seelmann Consultants on Juli 1st, 2012. Posted in Newsletterarchiv

Visitenkarten…

„Visitenkarten sind in Asien sehr wichtig!“ Diese Aussage werden Sie oft von asienerfahrenen deutschen Geschäftsleuten hören.
Das ist richtig.

Und dann lesen Sie vielleicht noch in manchen Ratgebern: Wenn Sie bei der Begrüßung die Visitenkarten falsch übergeben oder sich nicht tief genug verbeugen (z.B. in Japan), ja dann –  könnten Sie die angestrebten Geschäftsabschlüsse gleich vergessen.
Das ist Quatsch!

Wichtig ist, dass man neben dem Know-How-Wissen („Visitenkarten sind wichtig“) auch Know-Why-Wissen hat. Sprich: WARUM sind die Businesscards so bedeutsam?

Die Antwort lautet:
Weil auf ihnen die hierarchische Stellung im Unternehmen erkennbar sein soll. Der asiatische Partner will wissen, wer ihm da geschickt wurde. Ist es der hochrangige und verantwortliche Firmenvertreter oder ist es nur ein untergeordneter Mitarbeiter? Er leitet daraus auch die Bedeutung ab, die er für die deutsche Firma hat.

Oft bieten jedoch deutsche Visitenkarten gerade in dieser Hinsicht wenig Hilfe. Was steht da: „Vertrieb“, „Einkauf“, „Technical Support“ oder irgendwelche Abkürzungen für Abteilungszugehörigkeit, die für den asiatischen Partner keinen Informationswert haben.

Die Hierarchie ist auch der Grund, warum die Begrüßungssituation mitunter gefährlich sein kann. Es kommt nämlich darauf an, WEN man gemäß seiner hierarchischen Stellung als Ersten begrüßt. In den meisten asiatischen Ländern hingegen ist es zweitrangig, wie Sie die Visitenkarte übergeben. Mit der rechten Hand (und einer leichten Verbeugung) oder mit beiden Händen und einer Verbeugung (Japan).

Sie sehen:
Es lohnt sich, neben Know How auch Know Why zu kennen!

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